Ungeschminkt // Ich mag keine Kinder!

Vorsicht: Ehrliche Worte

Jetzt kommt mal wieder ein total ehrlicher Post. Wenn du lieber die Blogger magst, die wie aus dem Ei gepellt leben und Wohnungen wie aus dem Katalog haben, Aussagen treffen, die nie schwarz oder weiß sind, dann bist du hier leider falsch. Diese perfekte Welt liegt mir nicht. Ich kann dem nichts abgewinnen, außer Neid und negative Gedanken und da mich das runterzieht, versuche ich mich so wenig wie möglich damit zu beschäftigen.

Keine rosa-rote Welt

Ich möchte ehrlich sein. Authentisch. Wenn du das nicht magst, dann ist das vollkommen in Ordnung. Aber ich möchte entscheiden, wie ich meinen Blog gestalte und da ich eine ehrliche Haut bin und im Normalfall meine Meinung sage, möchte ich das auch auf meinem Blog tun. Ohne zu Verschönern. Ohne darauf zu schauen, was die anderen wohl darüber denken und ob sie mich und meinen Blog dann noch mögen werden. Glaubt mir, ich bin noch längst nicht dort angekommen, wo mir die Gedanken der Anderen egal sind, obwohl das besser für mich und meiner Meinung nach für jeden Anderen wäre. Aber ich gebe mein Bestes, dort hinzukommen.

Was mir heute auf der Seele liegt, ist eine Sache, die sicherlich nicht gut ankommt. Aber das ist das was ich fühle: Ich mag keine Kinder. Autsch.

Aber du bist doch Zweifach-Mama!

Ich mag meine Kinder! Ja, ich liebe sie über alles! Aber Kinder außerhalb meiner Familie gehören einfach nicht zu den Dingen, die ich gerne um mich habe. Ich finde Kinder nervig, laut, zu direkt und anstrengend, weil sie ständig Blödsinn im Kopf haben. Bin ich deswegen schlecht? Ich denke nicht. Gut, ich bin vielleicht nicht der Typ von Frau, der strahlend durch die Gegend rennt, immer sympathisch und gut drauf ist und mit jedem Kind gerne spielt. Aber das ist doch mein gutes Recht, oder nicht? Ich darf doch entscheiden, ob ich Erzieherin oder Verwaltungsangestellte werden möchte und ich habe mich für den zweiten Weg entschieden.

Die Herausforderung Besuch

Schwierig wird es dann, wenn meine Große Besuch von ihren Kindergartenfreundinnen bekommt und sie einfach noch nicht in dem Alter sind, wo sie schon alleine spielen können, sondern sich noch stark an mir orientieren. Und auch hier bin ich ehrlich: Ich ermögliche es gerne, dass Norea mit ihren Freundinnen bei uns spielen kann, aber ich bin auch froh, wenn das Kind dann wieder abgeholt wird. Mir graut es jetzt schon vor Noreas Geburtstag, weil das der erste Geburtstag sein wird, wo die Kinder ohne Eltern da bleiben.

Wäre ich gerne anders? Nicht wirklich. Jeder Mensch hat seine Stärken woanders. Und wo Andere super gut mit Kindern umgehen können, schreibe ich lieber Texte oder erledige Papierkram.

Take care for yourself!

Was möchte ich nun mit all dem sagen? Es ist wichtig, dass wir uns so annehmen, wie wir sind und nicht danach leben, was die Gesellschaft (oder die Bloggerwelt) gerne in uns sehen würde. Ja, vielleicht ist es so, dass kinderliebe Menschen mehr gemocht werden, aber es bringt nichts, wenn wir unser Leben lang versuchen, so zu sein, wie Person X oder so zu reden wie Person Y. Lasst uns so sein, wie wir sind und das ohne schlechte Gewissen.

10 Comments

  1. Nadine 21. April 2016 at 19:43

    Ich mag Kinder zwar sehr gerne, konnte aber früher nicht viel mit ihnen anfangen. Ich kann deine Position gut verstehen. Was mich interessiert, gibst du deinen Kinder den Vorzug vor anderen? Also gerade bei Übernachtungsbesuchen und Co? Ich weiß, eine fiese Frage, würde mich aber interessieren 😉
    Liebe Grüße,
    Nadine

    Reply
  2. Janina Filea 21. April 2016 at 19:59

    Hallo liebe Nadine,
    vielen Dank für dein Feedback! Ich verstehe deine Frage nicht ganz, was meinst du damit, meine Kinder vor anderen zu bevorzugen?
    Liebe Grüße,
    Janina

    Reply
  3. Janina Filea 21. April 2016 at 19:59

    Dann bin ich ja nicht ganz allein :-*

    Reply
  4. Simone 22. April 2016 at 19:25

    Ich liebe Kinder über alles und gerne dürfen meine Kinder viel Besuch mit nach Hause bringen.
    Ich verstehe deine Einstellung aber auch total, ich glaube davon gibt es ganz viele Mamas, nur sagt das keiner so offen:)
    Ich finde jetzt auch garnix schlimm an der Aussage….

    Gruß Simone

    Reply
  5. Pingback: 15 Dinge, die eine Mutter niemals offen sagen würde - FILEA

  6. Rabenmütterchen 11. November 2016 at 10:05

    Oh Gott, dieser Beitrag hätte 1zu1 von mir sein können! Der Große hatte mit 5 schon zwei Kindergeburtstage und die Kinder bespaßung hab‘ ich komplett Papa überlassen. Ich bin einfach mehr die Kuchen backende, Bastel-Mal-Puzzle und Lego Bau Mama die gerne ihre Ruhe hat. Manchmal müßte ich dazu nicht mal meine Kindern um mich haben 😉
    Schwierig wird es aber tatsächlich wenn die Kinder älter werden und die Besuche der Freunde einfordern. Ich hab Glück, dass mein Sohn dann außer zum Trinken und Kekse holen wirklich mit Freund im Zimmer bleibt und manchmal sogar dran denkt, die Türe zu schließen. Trotzdem freue ich mich auf den Sommer, wenn ich die Kerle einfach in den Garten schicken kann. 🙂
    Ich bin froh zu lesen, dass ich offensichtlich nicht die einzige Mama bin, die Kinder eigentlich gar nicht mag (außer meinen, natürlich. 😉 )

    Reply
    1. Filea 12. November 2016 at 17:34

      Hallo Rabenmütterchen, nein, du bist nicht die Einzige und ich danke dir für deine Worte. Wenn wir Kinder zu Besuch haben, können sie sich leider noch nicht selbst beschäftigen, was vermutlich auch der Grund ist, weshalb ich so ungern welche hier habe. Im Grunde ist es nur anstrengend, man muss Essen herrichten (uns ich von dem Drang lösen, dass es was unglaublich besonderes sein muss), spielen, Ideen bringen und die ganze Zeit Ansprechpartner sein. Ich kann mir gut vorstellen, wenn die Kinder größer sind, und wirklich nur rauskommen, wenn sie was trinken wollen, dass ich dann besser damit klar komme und auch nichts mehr gegen Besuch habe. Mal sehn. 🙂

      Reply
  7. Vanessa 11. November 2016 at 11:47

    Ich bin gerade über Twitter auf deinen Artikel „15 Dinge, die eine Mutter niemals offen sagen würde“ gestoßen (bei vielen Punkten kann ich voll und ganz zustimmen) und von dort auf „Ich mag keine Kinder“ gelandet. Endlich treffe ich auf eine andere Mutter, der es auch so geht bzw. die es ausspricht. Wenn ich anderen erzähle, dass ich z.B. Kind X oder Kind Y nicht leiden kann, dann werde ich immer mit großen Augen angestarrt und bekomme gesagt, dass das doch noch Kinder seien! Ja und? Ein Kind kann mir trotzdem dermaßen unsympathisch sein. Wobei es natürlich auch Kinder gibt, die ich mag. So ist es ja nicht. 😉

    Viele Grüße
    Vanessa

    Reply
    1. Filea 12. November 2016 at 17:36

      Hi Vanessa, es freut mich, dass ich dich ermutigen konnte! Ich glaube, es gibt viele Mütter die so denken, aber die meisten sprechen es eben nicht aus. Vielleicht können wir ja mit einem besseren Beispiel voran gehen 😉 Liebe Grüße, Janina

      Reply

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*