15 Dinge, die eine Mutter niemals offen sagen würde

Ihr wisst, ich bin ein ehrlicher Mensch, wie ich zum Beispiel mit dem Artikel „Ich mag keine Kinder“ gezeigt habe. Manche können damit umgehen, die meisten nicht. Wenn du zu denen gehörst, die diese direkte Art nicht so gern haben, dann solltest du dieses Browserfenster jetzt besser schließen.

Ich persönlich mag es lieber, wenn mir jemand ehrlich und gerade heraus begegnet, als wenn ich nicht weiß, woran ich bin. Es bringt mir einfach nichts, wenn mir jemand sagt „Ja ich mag dich, du bist toll“ und sich dann umdreht und sich nie wieder blicken lässt. Wisst ihr, was ich meine? Dann doch lieber ehrlich sein und sagen, dass man mit mir und meiner Art nicht umgehen kann, denn das ist doch voll okay!

Wo sind die ehrlichen Blogger?

Ich lese immer wieder Artikel, in denen es darum geht, wie sehr Mütter ihre Kinder lieben und vermissen, sobald sie nur aus Tür heraus sind. Das finde ich auf der einen Seite schön. Die Kinder sollen wissen, dass wir sie unendlich gern haben, ganz egal, was sie tun. Aber wo sind die Artikel, die beschreiben, dass das Muttersein auch ziemlich anstrengend ist und man jetzt einfach gerne mal die Tür zumachen würde und 5 Minuten seine Ruhe haben möchte? Leider existieren davon noch sehr wenige.

Ehrlich sein ist nicht immer einfach

Ich habe mir einmal überlegt, welche Dinge es gibt, die wirklich ganz schön schwer sind, laut, vor anderen auszusprechen, wenn es um das Muttersein oder um die eigenen Kinder geht. Und ganz ehrlich: Mir geht es da oftmals nicht anders als dem Rest der Welt.

Ehrlich sein, ungeschönt, ganz egal, was das Gegenüber von einem denken mag, das ist eine harte Nuss. Klick um zu Tweeten

Aber ich finde, wir sollten zumindest versuchen, dahin zu kommen. Ich starte dann mal hier und wer mag, kann die Liste gerne in den Kommentaren oder auch auf seinem Blog ergänzen.

Was eine Mutter niemals offen sagen würde

  1. Eigentlich mag ich mich gar nicht so gerne mit den anderen Kitamüttern unterhalten, ich bin lieber für mich.
  2. Am liebsten würde ich mein Kind jetzt vor den Fernseher setzen, um endlich mal wieder Zeit für mich zu haben.
  3. Ich glaube, ich gebe meinem Kind zu viele Süßigkeiten.
  4. Manchmal wünsche ich mir die Zeit ohne die Kinder zurück.
  5. Soll ich dir mal meinen Schwabbelbauch zeigen? Du darfst mich dann auch Zebra nennen.
  6. Ich mag keine anderen Kinder.
  7. Ich würde gerne mal eine Woche ohne die Kinder sein.
  8. Mein Kind ist unglaublich intelligent.
  9. Ich habe Angst, dass mein Kind ein Außenseiter wird.
  10. Ich genieße die Zeit ohne die Kinder.
  11. Mich nervt mein Kind gerade total.
  12. Eigentlich gehe ich gar nicht gerne auf den Spielplatz. Ich bin lieber mit den Kindern Zuhause.
  13. Basteln? Nee, das ist gar nicht meins. Das überlasse ich lieber den Erziehern im Kindergarten.
  14. Die Kinder haben so viel Spielzeug, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Zeug.
  15. Es gibt Situationen, da möchte ich mein Kind an die Wand klatschen.

Und? Ganz ehrlich: Habt ihr das ein oder andere auch schon mal gedacht? Dann Willkommen im Club.

Wenn ihr euch jetzt fragt, warum man sich damit auseinandersetzen soll, dann habe ich folgenden Vorschlag: Vielleicht tragen die Punkte ja dazu bei, dass ihr euch nicht ganz so schlecht fühlt, wenn ihr einen der Punkte mal denkt und nicht laut aussprecht. Vielleicht helfen sie aber auch dabei, ein Stück weit mehr Ehrlichkeit in diese Welt zu bringen.

Ich packe mir selber an die Nase und nehme mir vor, das öfter zu tun.

16 Comments

  1. Sandra 31. Oktober 2016 at 14:12

    Schön zu lesen, dass nicht alles Sonnenschein ist mit Kindern. 😉
    Das geben die wenigsten ehrlich zu. Hauptsache nach außen hin ist alles perfekt.
    Weiter so Muttis 🙂 Klar Kinder sind immer noch ein Wahnsinnsgeschenk, aber das Leben ändert sich komplett.
    btw. nettes Bild

    Liebe Grüße
    Sandra / Cream & Blush
    http://creamandblush.com

    Reply
    1. Filea 31. Oktober 2016 at 15:31

      Hallo Sandra!
      Ja, es ist nicht alles gold was glänzt, auch mit Kindern nicht. Sooft denke ich mir „Hätte mir das mal einer gesagt..“ nicht, dass ich dann keine Kinder bekommen hätte, aber ich würde einfach vorbereitet und das ein oder andere Mal weniger schockiert sein. Danke für deine Worte!
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Janina

      Reply
  2. Andrea 31. Oktober 2016 at 16:40

    Oh ja, ich kenne das gut. Ich habe drei Kinder und ich kann dir nur zustimmen.

    Manchmal – vorallem beim gemeinsamen Essen – denke ich mir „welcher verf*** lixte Teufel hat mich damals geritten Kinder zu bekommen“. Dann schaue ich von meinem Teller hoch (mir gegenüber sitzt mein Mann) und denke so: „ach ja der wars“ 😉

    Reply
    1. Filea 31. Oktober 2016 at 19:54

      Danke Andrea, du hast mich sehr zum Lachen gebracht mit deinem Kommentar! 😀 Es freut mich sehr, wenn mir andere Mamas mitteilen, dass es ihnen genauso geht, wie mir und ich nicht alleine da stehe mit meinen Gedanken. Also danke dafür! Liebe Grüße, Janina

      Reply
  3. Andrea 31. Oktober 2016 at 17:56

    Liebe Janina,

    Basteln finde ich doof: http://www.anyworkingmom.com/basteln/

    Spielplätze auch. Und meine Kinder manchmal mich.

    Vielleicht sind sie auch einfach überzuckert 😏.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andrea

    Reply
    1. Filea 31. Oktober 2016 at 19:56

      Hi Andrea! Ich freue mich, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und ich nicht alleine bin 😀 Liebe Grüße an die Schweiz zurück, Janina

      Reply
  4. Melanie 31. Oktober 2016 at 21:19

    Es ist so schön das zu lesen. Scheinbar bin ich doch nicht so unnormal, wenn ich sowas denke und auch lebe. Vor ein paar Wochen bin ich mit meinem Mann alleine verreist, die Jungs haben auch „Urlaub gemacht“ bei Oma und Opa. Darauf hatten sie sich schon lange gefreut. Alle vier waren ziemlich glücklich. Wir haben telefoniert, aber ich habe sie in der Zeit nicht vermisst und die Zeit zu zweit wahnsinnig genossen. Bis mir von diesen schrecklichen Übermüttern so ein schlechtes Gewissen eingeredet wurde, dass ich kurz angefangen habe zu zweifeln. Aber ich habe für mich entschieden, dass ich keine schlechte Mutter bin, nur weil ich nicht ständig auf den beiden rumglucke, weil ich sie nicht ständig vermisse, wenn sie im Kindergarten oder bei Oma sind und weil ich nicht auch krank werde, nur weil sie krank sind. Ich liebe meine Jungs und meine Jungs lieben mich. Ich glaube, dadurch, dass sie auch viel ohne mich machen, sind sie selbstständige, starke und clevere Jungs und keine Weicheier, die ständig heulend an Mamas Rochzipfel hängen.
    Ganz liebe Grüße und danke für den tollen Artikel

    Reply
    1. Filea 31. Oktober 2016 at 21:22

      Hallo Melanie, ich freue mich, dass ich dir mit dem Artikel ein gutes Gefühl vermitteln konnte! Genau das war mein Ziel! Es ist genau so wie du sagst: Wenn es dir gut geht als Mama, weil du mal ein paar Tage ohne deine Kinder verbringst, dann geht es deinen Kindern auch gut, weil sie spüren, wie gut es dir tut. Es bringt nichts, wenn du dich zerreißt und alles für deine Kinder tust und am Ende bist du fertig und deine Kinder auch. Du machst das genau richtig so und hast richtig gehandelt. Ich hoffe, ich kann dich auch in Zukunft ermutigen, deinen Weg zu gehen! Ganz liebe Grüße zurück, Janina

      Reply
  5. Susanne 31. Oktober 2016 at 21:21

    Du magst ja Ehrlichkeit … 15. geht für mich überhaupt nicht! Nicht mal im Spaß.

    Reply
    1. Filea 31. Oktober 2016 at 21:27

      Hi Susanne, danke für deine Ehrlichkeit! Dir ist hoffentlich bewusst, dass ich das niemals machen würde! Solche Gedanken haben Mütter oft, wenn das Kind in den ersten Monaten nur schreit. Dann kommen Gedanken, die man sonst nicht kennt und nie gedacht hätte, dass man sie haben kann. Natürlich würde niemand mit Absicht seinem Kind Schaden zufügen. Wenn du solche oder ähnliche Dinge noch nie gedacht hast, dann freu ich mich wirklich für dich! Ich bin einfach nur ehrlich und kenne die Situationen, in denen der Säugling durchgehend mehrere Stunden am Stück schreit und da gehen die Gedanken mit einem durch, egal wie sehr man sein Kind liebt. Liebe Grüße, Janina

      Reply
      1. Susanne 1. November 2016 at 08:07

        Ich KENNE Menschen die sowas tun und reagiere da deshalb empfindlich drauf.
        Bei aller Ehrlichkeit sollte man sich solche Worte vielleicht trotzdem gut überlegen.

        Reply
        1. Filea 1. November 2016 at 11:09

          Klar, wenn man damit schon Erfahrung gemacht hat, ist das natürlich alles andere als witzig. Das ist sicherlich die Gradwanderung, auf die man sich begibt, wenn man ehrlich ist.

          Reply
  6. Jenny 1. November 2016 at 12:39

    Herrlich erfrischend! Ich habe herzlich gelacht über die Zebra-Geschichte 😀
    Und zu den anderen Punkten: Manche finde ich persönlich gar nicht schlimm, auszusprechen. Manche Punkte denke ich davon aber auch gar nicht, z.B. dass mein Kind unheimlich intelligent ist. Ich vermute mal, dass es ähnlich intelligent wie andere Kinder in ihrem Alter ist 😉 Jetzt ist eher die Frage, ob ich jetzt Angst haben muss, dass ich so ehrlich war und man mir vorwirft, ich hielte mein Kind für dumm 😀 Tu ich übrigens nicht 😉
    In diesem Sinne: Für mehr Ehrlichkeit!

    Reply
    1. Filea 1. November 2016 at 13:52

      Hey Jenny! Es freut mich sehr, dass ich dich zum Lachen bringen konnte 🙂 Du hast Recht, manche Dinge der hier aufgelisteten sind einfacher zu sein, manche schwerer. Aber ich denke, die Hauptaussage ist ja angekommen. Übrigens wollte ich gar nicht sagen, dass ich all die 15 Punkte so über meine Kinder denke, es waren lediglich Beispiele 😀 Ganz liebe Grüße, Janina

      Reply
  7. Victoria 11. April 2017 at 19:04

    Und nochmals ein Grüsschen aus der Schweiz.
    Ja, da waren einige Punkte dabei, die ich auch schon mal hatte. Oft hilft mir dann dieser Spruch,der unter dem folgenden Link zu einem Song getextet wurde: http://www.mamioase.com/song-alles-nur-e-phase/ 😉

    Ps: hey, wir haben ein bischen die selbe Zielgruppe. Mütter ermutigen,dass sie auch noch Frau sind. Also ich folge dir mal!

    Reply
    1. Filea 11. April 2017 at 19:33

      Hi Victoria,
      ja der Song ist echt gut! Ist nur die Frage, wie lange die Phase schon anhält, um sich den Spruch noch glaubhaft zu machen 😀
      Liebe Grüße in die Schweiz,
      Janina

      Reply

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