Leben // Frei und doch nicht frei

Ich habe euch Anfang Mai erzählt, wieso ich denke, endlich im Leben angekommen zu sein. Wieso ich mich frei fühle oder zumindest auf einem guten Weg dahin bin. Dann habe ich euch mein Tattoo gezeigt, welches das Wort „frei“ beinhaltet. Alles in meinem Leben dreht sich im Moment darum frei zu sein bzw. freier zu werden. Und ich bin auch tatsächlich im letzten Jahr ein ganzes Stückchen weiter gekommen. Aber trotzdem habe ich noch oft das Gefühl, doch nicht frei zu sein.

Bauch sagt ja, Kopf sagt nein

Kennt ihr das Lied von Marc Forster? Ich liebe ja Musik und ich liebe es, mein Leben in den Texten wiederzufinden. Und diese Textzeile aus seinem Lied beschreibt es eigentlich ganz gut. Der Bauch sagt mir „Hey du bist frei, tu, was du fühlst“ und der Kopf sagt aber ganz klar „Nein, das kannst du nicht machen“. Wisst ihr, wenn man 30 Jahre lang ein Leben gelebt hat nach Regeln, die einem beigebracht wurden, dann ist es ganz schwer, dieses Leben auf einmal anders zu führen. Der Rahmen, die Art und Weise, wie ich mein Leben zu führen habe, war ganz klar und ich habe es nie hinterfragt. Jetzt schnuppere ich etwas von einem Leben außerhalb dieses Rahmens und der Schritt, der noch fehlt, ist diesen Rahmen zu verlassen und meinen eigenen zu formen.

Frei sein glücklich sein

Der Mut zu gehen

Ich glaube, wenn man wirklich frei sein will, dann muss man Schritte wagen. Von alleine werden sich die Dinge nicht bewegen. Man kann sein Inneres verändern und das ist ein wichtiger Schritt, ohne den es nicht geht, aber das Äußere muss es umsetzen. Und das kann wahnsinnig schwer sein. Dafür braucht man ganz viel Mut. Und der fehlt mir gerade. Im Moment ist mir nur klar, dass mich der Rahmen, in dem ich bisher gelebt habe, in ein Leben presst, mit dem ich nicht glücklich bin und wahrscheinlich auch nicht mehr glücklich werde. Die Frage ist also: Lebe ich weiter unzufrieden mit den Konventionen, die ich kenne und gewohnt bin oder wage ich etwas Neues und gehe den Schritt nach vorn?

Ich weiß, diese Entscheidung kann nur jeder selbst für sein Leben fällen, aber ich hoffe, wir haben den Mut, das Leben zu leben, was man möchte und nicht das, was man sollte.

1 Comment

  1. Jule 26. Juni 2017 at 12:04

    Liebe Janina, wir haben uns über dieses Thema ja schon etwas ausgiebiger unterhalten. Ich finde, die Hollywood Filme leben einem oft etwas so einfaches vor, was in der Realität eben nicht so einfach ist, weil viel dran hängt. An einem Neuanfang und dem Schritt nach vorne in eine andere Richtung als bisher. Oft bleibt es bei den konjunktiven Gedanken „hätte wenn und aber“. Ich persönlich finde es toll zu sehen, wenn Leute Schritte wagen von denen sie nicht wissen, ob sie sie vielleicht später bereuen. Aber immerhin haben sie sie gewagt und wissen am Ende mehr und fragen sich nicht ständig was vielleicht gewesen wäre. Ich wünsche Dir den Mut, den Du brauchst, das zu tun, was Du möchtest um endlich so frei zu sein, wie Du es Dir wünschst. Ich kann Deine Gedanken aus dir erzählten Gründen nachvollziehen. Auch, wenn die Geschichte dahinter eine ganz andere ist. <3

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