Blogparade // Mein (erstes) Tattoo und seine Bedeutung

Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.

Astrid Lindgren spricht mir mit diesem Zitat aus der Seele. Wer mir auf Instagram folgt, durfte es als Erster sehen: Mein erstes Tattoo! Doch natürlich vernachlässige ich meine treuen Blogleser nicht und so kommt heute der Beitrag zu meinem allerersten Tattoo!

Ganz ehrlich? Vor einigen Jahren hab ich mir nicht vorstellen können, mir jemals ein Tattoo stechen zu lassen. Ich habe mich zwar schon immer für die einzelnen Motive und vor allem für die Geschichten hinter den Tattoos interessiert, aber ich war nie der Typ, der sich entscheidungsfreudig ist und wenn einmal entschieden, lange damit zufrieden war. Und das ist für ein Tattoo, was ein Leben lang am Körper bleibt, einfach eine ganz schlechte Kombination. Aber wie ihr ja schon lesen konntet, habe ich mich vor allem innerhalb des letzten Jahres sehr verändert. Ich bin erwachsener geworden (ich schreibe absichtlich nicht „erwachsen“, weil der Prozess noch lange nicht beendet ist), reifer, reflektierter, lockerer und mir gefällt die Veränderung sehr. Ich fange an, zu verstehen, was es heißt, frei zu sein, von den Meinungen anderer, die mich so lange gefesselt haben.

Das erste Tattoo – Wohin überhaupt?

Durch meine persönliche Entwicklung fing ich also nicht nur an, mich selbst mehr zu mögen und zu akzeptieren, sondern der Wunsch stieg in mir hoch, das auch auf meinem Körper festzuhalten. Vorher hätte ich nie eine Stelle an meinem Körper gefunden, die mir so sehr gefällt, dass ich darauf ein Tattoo „präsentieren“ möchte. So richtig stark wurde der Wunsch dann, als ich auf einem Event in Bielefeld ein Airbrush-Tattoo erhalten habe und zwar auf dem linken Unterarm. Es war ein Notenschlüssel. Das „Tattoo“ hat mir so gut gefallen und ich hab mich so wohlgefühlt damit, dass ich wusste: Jetzt bist du bereit für ein richtiges Tattoo.

Die Stelle wurde somit festgelegt: Mein erstes Tattoo sollte auf meinen linken Oberarm kommen, näher hin zum Handgelenk als der Notenschlüssel damals. Das ist für mich eine schöne Position, weil ich sie mit einem langen Shirt verstecken kann, wenn ich das möchte. Das Tattoo springt dort nicht sofort ins Auge und außerdem ist das keine Stelle meines Körpers mit zu viel überschüssiger Haut, wenn ihr versteht was ich meine, Schwabbelbauch, Cellulite-Oberschenkel und so 😉

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Welches Motiv darf es sein?

Neben der Stelle, wo das Tattoo hinkommen soll, ist natürlich das Motiv an sich wichtig. Nach besagtem Notenschlüssel-Airbrush-Tattoo machte ich mich also auf die Suche nach einem Motiv, was zu mir passt. Viele lassen sich die Namen ihres Partners oder ihrer Kinder tätowieren und das finde ich auch vollkommen legitim. Für mich persönlich kommt das aber aktuell nicht in Frage. Da ich mich gerade in einem persönlichen Entwicklungsprozess befinde, der nichts mit den Kindern zutun hat, wollte ich etwas nur für mich. Etwas, das mich beschreibt, das ich mag und das zu mir passt. Wer weiß, ob ich irgendwann den Wunsch habe, meine Kinder samt Namen auf meinem Körper zu tragen, aber momentan kann ich mir das nicht vorstellen.

Wieso das Dreieck?

Auf der Suche nach dem passenden Motiv bin ich am meisten bei filigranen, geometrischen Tattoos hängen geblieben. Diese schlichten Bilder haben mich am meisten angesprochen. Nachdem ich in den Instastories einen Aufruf gestartet hatte, dass ihr mir eure Tattoos zeigen sollt, hat mir eine liebe Abonnenten ihr Tattoo geschickt und es waren Dreiecke, die alle miteinander verbunden waren. Auch nach mehreren Tagen Recherche auf Pinterest, Google und Co. ließ mich das Dreieck nicht mehr los. Für mich symbolisiert das Dreieck bzw. jeweils die drei Ecken des Dreiecks folgendes:

  • Die Dreieinigkeit Gottes mit Vater, Sohn und Heiliger Geist
  • Mein Mann und ich und unsere Verbindung zu Gott, dabei steht Gott ganz oben
  • Meine beiden Kinder und wir als Eltern an der Spitze

Ganz wichtig war mir, dass die drei Seiten gleich lang sind, damit die Verbundenheit der einzelnen Elemente keine Gewichtung oder Distanz erhält.

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Und wieso „frei“?

Irgendein Wort sollte mit ins Tattoo. Das Wort „free“ habe ich gewählt, weil ich erstens englische Wörter schöner finde, als deutsche und zweitens, weil es mich jedes Mal, wenn ich mir das Tattoo anschaue, daran erinnert, dass ich frei bin, zu denken, zu handeln, zu wünschen, zu träumen und zu sagen, was immer ich möchte, ganz egal, was andere darüber denken. Näheres könnt ihr im oben genannten Artikel lesen. Ja, ich muss mich jeden Tag aufs Neue daran erinnern, denn oft verfalle ich noch in das alte, angepasste Muster. Aber es fühlt sich gut an, meine tägliche Motivation nun immer bei mir zu tragen.

Und wie war’s?

Dieser Artikel soll sich erst einmal nur um das Motiv und dessen Bedeutung drehen. Wenn ihr mehr über das Tatöwieren an sich wissen möchtet, dann sagt mir Bescheid. Ich berichte euch gerne, wie es sich für mich angefühlt hat und ob ich Angst hatte oder aufgeregt war.

Jetzt seid ihr dran – Blogparade!

Die liebe Jule von Artikel hat mir ihre Geschichte zu ihrem Tattoo erzählt und brachte mich auf die Idee, eine Blogparade zu starten, in der wir alle unsere Geschichten hinter unseren Tattoos erzählen können. Habt ihr Lust? Ich würde mich total freuen, wenn ihr auf euren Blogs darüber berichtet, was ihr für Tattoos habt und wieso ihr sie gewählt habt. Dabei ist es übrigens egal, ob es euer erstes oder ein weiteres Tattoo ist. Wie es sich für eine anständige Blogparade gehört, werde ich unter meinem Artikel alle eure Posts verlinken.

1 Comment

  1. Victoria 3. Juni 2017 at 17:38

    Ich finde das Tattoo super. Das Zitat und das Dreieck auch! Mein weiterer Gedanke: Gott macht dich auch frei!
    Super! Ich suche schon lange laaaaange eins. Schlussendlich wollte ich eins,dass mich an Gott erinnert, wenn ich es sehe. Aber ein Kreuz kann schnell falschrum sein und dass will ich ja nicht. Deshalb wäre die Lösung mit dem Dreieck echt ideal! Das Bild kommt in meine Sammlung, für wenns mal endlich ernst wird. 😉

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