Mama

Mit Kleinkind zum Friseur

Kinder sind unterschiedlich, das wissen wir. Genauso wie sie sich unterschiedlich motorisch oder in der Sprache entwickeln, so verschieden sind auch die Haarfarbe, -struktur und -wachstum. Bei Norea wachsen die Haare grundsätzlich relativ langsam. Zwar konnten wir schon den ein oder anderen ansehnlichen Pferdeschwanz machen (auch wenn sie das leider gar nicht leiden kann), aber das war’s dann auch schon mit den Styling-Möglichkeiten.

Bei Mädchen gilt ja oft das Motto: Schöne lange Haare soll das Kind haben. So geht es mir grundsätzlich auch. Trotzdem finde ich es nicht schön, wenn die Haare wie wild durcheinander stehen und vor allem alles offensichtlich unterschiedlich lang ist. Deswegen waren wir letzte Woche zum zweiten Mal beim Friseur. Doch ich will euch kurz unsere Erfahrungen von Anfang an schildern.

Wie war es beim Friseur?

Das erste Mal beim Friseur waren wir vor einem Jahr, da war Norea 22 Monate alt. Wie gesagt, vorher hatte sie noch nicht wirklich Haare, die geschnitten werden mussten. Ich als eher ängstliche Mama hatte im Vorfeld schon so meine Gedanken, wie sich Norea im Friseurgeschäft verhalten würde. Sie ist ein schüchternes, ängstliches Mädchen und hält erstmal eine Weile Abstand vor neuen Dingen. Eine gute Idee war es da sicherlich, dem Papa seine Haare vor ihr schneiden zu lassen, so dass sie erstmal sitzen, gucken und beobachten konnte. Zeit lassen und nicht stressen ist hier wohl das Patentrezept. Als sie dann dran war, setzte sie sich freiwillig auf das Brett für Kinder und ließ sich gerne den Teddy-Umhang ummachen. Die Friseurin war super lieb und hat ihr sogar im Fernseher nebendran das Kinderprogramm angemacht. Damit war eigentlich alles geritzt.

Wenige Minuten später hatten wir ihre erste Locke in der Hand und konnten alle glücklich nach Hause gehen.

Folgende Tipps habe ich für einen entspannteren Besuch mit Kleinkind beim Friseur:

  • Dem Kind im Vornherein erzählen, wo man hin geht und was dort passiert.
  • Am besten beide Eltern mitnehmen, damit so viel wie möglich vertraute Personen dabei sind.
  • Für die Eltern: Locker und entspannt sein und bleiben.
  • Dem Kind beim Friseur Zeit lassen, damit es erst einmal beobachten kann.
  • Wenn gar nichts mehr geht, Handy oder Fernseher zur Ablenkung nutzen.

Nun ist ein Jahr vergangen und Norea weiß schon viel eher, was sie will und vor allem, was sie nicht will. Das etwas mulmige Gefühl in meinem Bauch bei dem zweiten Friseurbesuch letzte Woche war aber schnell verschwunden. Norea war unglaublich lieb, schaute der Friseurin durch den Spiegel zu und brauchte dieses Mal nicht mal Fernseher und Co. Nach wenigen Minuten hatte sie ihre erste richtige Frisur: Einen Bob. Und ich sag euch, ich hätte nicht gedacht, dass ich meine Tochter noch süßer finden könnte, aber es ist so. Was eine Frisur für einen Unterschied machen kann!

Frisur für Kleinkinder Friseur Bob

 

1 Comment

  1. Anna

    6. Mai 2015 at 22:20

    Die Tipps sind toll, ich finde es auch viel besser dem Kind vorher zu erklären, wos hingeht <3

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