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Er ist da! // Der Geburtsbericht unserer schnellen Geburt

Heute vor einer Woche kam unser Sohn auf die Welt. Und im Endeffekt lief alles so wunderbar, dass ich es ganz schnell aufschreiben möchte, bevor ich diese wenigen Bilder von diesem 18.07.2015 vergesse.

Erstmal von vorne

Es war ein Samstag und wie die Samstage vorher, starteten wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Ich liebe die Frühstücke am Wochenende! Brötchen, Ei, in Ruhe Kaffee trinken, herrlich. Doch dieser Samstag war anders. Schon früh hatte ich Schmerzen. Das war an sich nichts ungewöhnliches, hatte ich doch die Wochen zuvor immer mal wieder Vorwehen. Diese Schmerzen unterschieden sich aber von den bisherigen, denn dieses Mal zog es auch aus dem Rücken heraus. Trotzdem machte ich mir nicht zu viele Sorgen und wollte erst einmal abwarten. Verpassen würde ich die richtigen Wehen sicher nicht, so mein Mantra.

Richtige Wehen oder nicht?

So vergingen die nächsten Stunden, in denen ich immer mal wieder dieses Ziehen hatte. Als meine Große ein Mittagsschläfchen hielt, stieg ich unter die Dusche, man wüsste ja nie, wie viel Zeit einem noch bliebe. Währenddessen musste ich einige Male inne halten, so sehr zog es. Es war aber alles noch im Rahmen und ich blieb immer noch ruhig. Nach der Dusche wollte ich mich ebenso etwas hinlegen und schlafen, das war mir aber nicht mehr möglich, da eine starke Wehe mich wach hielt. Ab da an kamen die Wehen dann wirklich in kurzen Abständen, 5 Minuten lagen meist dazwischen. Aber ich war mir immer noch nicht sicher, ob das jetzt Geburtswehen sind oder nicht! Ich haderte mit mir, lief hin und her. Ich wollte unbedingt einen Fehlalarm vermeiden.

Auf geht’s

Doch gegen 16 Uhr entschied ich mich dafür, ins Krankenhaus zu fahren. Im Auto konnte ich noch ganz locker mit meinem Mann plaudern, da ich auf dem Weg nur eine Wehe hatte (die ich sogar begrüßte, weil ich Angst hatte, dass nun doch alles wieder weg ist). Auf dem Krankenhaus-Parkplatz die nächste Wehe (wie ich diese Zuschauer hasse…).

Im Kreißsaal

Im Kreißsaal angekommen (ca. 16:30 Uhr), wurde ich erst einmal in den 4. Geburtsraum geschickt (es war gut was los, was mir etwas Sorge bereitete) und das CTG wurde angeschlossen. Sobald ich auf dem Bett lag, kamen wieder regelmäßig die Wehen. Nach ungefähr einer viertel Stunde, als der Hälfte des CTGs kam die Hebamme, eine ältere Dame, die uns auch den Raum zugewiesen hatte. Als sie sich das CTG ansah, meinte sie, die Wehen wären noch recht unterschiedlich und müssten sich wohl noch finden. Außerdem könne ich ja noch reden während der Wehen. Damit verließ sie den Raum.

Autsch!

Meine Wehen wurden dann allerdings sehr schnell immer heftiger, so dass ich sie laut veratmen musste. Ich hatte mir für die zweite Geburt fest vorgenommen, laut auf einem Ton auszuatmen, weil ich im Geburtsvorbereitungskurs gelernt habe, wie viel besser man dann atmen kann. Zum Glück hatte ich dieses Mal auch keine Hemmungen, das zu tun.
Am Ende des CTGs hatte ich so schlimme Wehen, dass ich dachte, ich würde gleich auf das Bett machen, so viel Druck hatte ich bereits nach unten. Als ich dies der Hebamme sagte und sie mich dann vom CTG nahm, um meinen Muttermund zu ertasten, wussten wir auch warum: Der Muttermund war fast vollständig eröffnet (ungefähr 17-17:15 Uhr)! Das heißt, innerhalb einer Stunde, in der ich anfangs noch zu Hause überlegte, ob es wirklich losgeht und dieser Muttermunds-Untersuchung, stand ich kurz vor den Presswehen. Ich konnte es selbst nicht glauben. Die Hebamme auch nicht. O-Ton: „So kann man sich irren!“.

Jetzt wird’s ernst

Die Hebamme fing an zu Rödeln. Bei der Ertastung des Muttermundes ging zwar die Fruchtblase auf, aber es befand sich wohl noch eine Vorblase innen drin, die sie aufmachen musste. Als sie das geschafft hatte, kam der Rest Fruchtwasser in einem Schwall raus. Das war aber alles gar kein Problem und tat nicht weh. Anschließend folgten noch eins, zwei starke Wehen, in denen der Druck nach unten immens war.

Dann konnte ich endlich mitdrücken. Ich legte mich auf die Seite, hielt mein Bein in der Hand und legte los. Ich merkte schon nach der zweiten Presswehe, dass sich was bewegte und das Köpfchen kurz vorm Ausgang lag. Zwei Wehen später war der Kopf geboren, dann brauchte der Kleine noch eine weitere Wehe und der Körper war ebenfalls auf der Welt. Es war 17:56 Uhr.
Die Presswehen waren dieses Mal intensiver als bei der ersten Geburt, weil viel mehr in weniger Zeit passierte, aber ich würde nicht sagen, dass sie schmerzhafter waren.

Er ist da!

Dann bekam ich mein Baby auf die nackte Brust. Ich musste sofort weinen, was sehr untypisch für mich ist, aber es ging nicht anders. Ich war überwältigt. Überwältigt von diesem kleinen Menschen auf mir und überwältigt von dieser unglaublich schnellen, unkomplizierten, perfekten Geburt.

Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass ich wie bei der ersten Geburt, einen Dammriss 2. Grades hatte, doch die Ärztin war so klasse, dass das Nähen gar nicht schlimm war (das kannte ich von der meiner ersten Geburt ganz anders!).

Einfach perfekt!

Alles war so unfassbar gut gelaufen: Der Startzeitpunkt, dass Norea schlief, als wir los sind und es ein Samstag und mein Mann dadurch zu Hause war und ich ihn nicht von der Arbeit holen musste, die insgesamt doch wenigen schmerzvollen Wehen mit dem starken Druck nach unten, die unglaublich schnelle Geburt (1,5 Stunden von der Ankunft im Kreißsaal bis zur Geburt), die liebe Hebamme, die tolle Ärztin.

Die Daten

Nun wollen einige bestimmt den Namen wissen. Unser Sohn heißt Fabian und wog bei der Geburt stolze 4030 Gramm, war 56 cm groß und hatte einen Kopfumfang von 37 cm. Er ist perfekt. Er ist wunderschön. Und er hat dunkle Haare (was ich mir nebenbei erwähnt gewünscht habe).

Und danach?

Ob wir dann tatsächlich nur ambulant geblieben sind? Fast! Es sah wirklich alles gut aus, die Ärztin gab uns ihren Segen. Aber als ich dann drei Stunden nach der Geburt auf die Toilette und eben noch unter die Dusche hüpfen wollte, ließ mich mein Kreislauf im Stich. Mir wurde sehr schwindlig, woraufhin mich die Hebamme sofort zurück ins Bett brachte. So konnte sie mich nicht gehen lassen und so wollte ich auch nicht gehen. Sie bot uns aber an, dass wir die Nacht über in einem Zwischenzimmer (quasi der Not-Kreißsaal) übernachten dürften und da die Papiere alle schon fertig waren, konnten wir jederzeit gehen. So war es dann auch. Wir verbrachten die Nacht noch im Krankenhaus und fuhren morgens um 6 Uhr nach Hause.

Geburtsbericht unseres Sohnes Pinterest schnelle Geburt

4 Comments

  1. backstoffmama

    26. Juli 2015 at 11:15

    Die besten Wünsche für eure kleine Familie!!

  2. Mamamulle

    26. Juli 2015 at 22:26

    Oh wie schön alles Gute euch! Eine Traumgeburt. <3

  3. Meeries

    27. Juli 2015 at 10:47

    Liebe Janina,

    herzlichen Glückwünsch und alles Gute für Euch 4!

    LG, Meeries

  4. Manati

    28. Juli 2015 at 15:47

    Herzlichen Glückwunsch! Wunderbar, dass alles so toll geklappt hat. Habt eine schöne erste Kennenlernzeit und alles Liebe für Euch Vier!
    LG, Manati

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