Baby, Entwicklung, Mama

Entwicklung // 7 Monate Staunen, Rollen, Flasche und alles ist easy

Ich bin wirklich dankbar für unser zweites Kind. Natürlich auch für das Erste, aber das Zweite ist ein richtiger Segen. Und vor allem bin ich froh, dass es nicht umgekehrt war: Erst der Einfache, dann die Anspruchsvolle.

Emotionale Mama

Fabian ist morgen 7 Monate alt und obwohl das wirklich schon eine ganze Weile ist, habe ich das Gefühl, dass er gerade erst geboren wurde. Ich habe ihn doch noch gar nicht so viel getragen (weil ich es nicht brauchte). Ich habe ihn doch noch nicht genug gekuschelt (weil mir durch die Große viel zu oft die Zeit dafür fehlt). Bald ist er ein Jahr alt, kann laufen und entfernt sich von mir. Und dieser Prozess ist unaufhaltsam. Stop! … Normalerweise bin ich nicht sehr anhänglich. Ich kann meine Kinder gut loslassen. Aber Fabian ist unser letztes Kind. Ich werde nicht noch einmal ein Baby im Arm halten, zumindest nicht meins. Komische seltsame sentimentale Gedanken kommen da manchmal in meinen Kopf.

Was hat sich verändert?

Aber bleiben wir beim Thema. 7 Monate. Er trägt jetzt Kleidergröße 74 und kann sich vom Bauch auf den Rücken und auch wieder zurück drehen. Legt man ihn auf den Rücken ab, dreht er sich postwendend um. Auf dem Rücken liegen ist out, aber sowas von. Halten wir ihn fest, steht er super gerne in der Gegend rum. Von Krabbeln ist allerdings noch keine Spur.

Was auch weiterhin auf sich warten lässt, ist der erste Zahn. Wieder so ganz anders, als bei der Ersten, die schon mit 4 Monaten ihre ersten Zähne hatte. Aber damit hab ich’s wirklich nicht eilig.

Baby Entwicklung 7 Monate

Das ist Stillen ist vorbei

Was mich mal wieder zum Staunen gebracht hat: Ich konnte ganz problemlos am 04.02. abstillen. Da war er 6,5 Monate alt. Er hatte den Mittagsbrei, Abendbrei und den Nachmittagsbrei so gut gegessen, dass ich spürbar weniger Milch hatte und er beim morgendlichen Trinken nichts mehr bekam. Und ja, ich geb’s zu, ich war noch nie der größte Stillfan, also ergriff ich meine Chance und probierte die Flasche aus. Und siehe da, er nahm sie ohne Probleme. Dieses Kind ist einfach wundervoll! Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde es klasse, wenn Kinder ganz lange gestillt werden, denn das ist echt das Beste für’s Kind. Aber für mich war das einfach nichts und ich bin froh darüber, dass ich es so lange durchgehalten habe. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich fast aufgegeben hätte, als er 2 Monate alt war.

Yeah, er schläft durch!

Ein weiterer Pluspunkt vom guten Essen und noch besserem Trinken: Er schläft durch. Eine Garantie gibt es nie, wenn man den Abendbrei einführt und die Flasche gibt, dass die Kinder dann tatsächlich durchschlafen. Bei uns ist es jedoch so und ich bin so dankbar dafür!

Ich hätte es wirklich, wirklich nicht für möglich gehalten, dass eigene Kinder so unterschiedlich sein können. Man könnte fast sagen, es läuft alles wie von selbst mit diesem Kind. Er nimmt den Schnuller, er liegt im Kinderwagen, er schreit nie, schläft ganz einfach ein und so weiter und so fort. So viele Dinge, die beim ersten Kind alle nicht liefen.

Ich frage mich, ob manche Eltern kein zweites Kind mehr bekommen, weil das Erste so anstrengend war. Und wenn ja, wie erstaunt wären sie, wenn sie als Zweites auch so ein liebevolles Kind bekommen würden, wie unser Fabian? Wie viele Kinder werden NICHT gezeugt, weil die Eltern nach dem Ersten die Schnauze voll haben? Vielleicht kann ich eine Ermutigung sein, dass es auch ganz wundervoll sein kann. Jedenfalls hoffe ich das.

4 Comments

  1. HaseundFlo

    17. Februar 2016 at 18:54

    Meine Maxi ist jetzt 13 Wochen alt und auch die Zweite. Henri ist gerade 2, immer noch ein Problemschläfer und derzeit extrem auf mich fixiert. Maxi ist so entspannt, schläft auch einfach ein, wenn sie müde ist und ist insgesamt viel robuster. Vielleicht liegt es einfach daran, dass man beim Zweiten selbst wirklich entspannter ist? Aber eigentlich war ich das bei Henri auch schon. Wenn unsere Familienplanung nicht schon abgeschlossen wäre, würde Maxi Lust auf ein Drittes machen.

    LG Verena

  2. Stadt oder Land Eltern

    18. Februar 2016 at 10:33

    Bei uns ist es auch ähnlich. Bei Lu haben wir viele schlaflose Nächte gehabt und es ist immer noch ein großer Aufwand bis sie endlich einschläft. Baby Ju kann man meist einfach hinlegen und er schläft. Hätten wir nicht ständig diese blöden Kindergartenviren zu Hause und der kleine hätte nicht ständig Schnupfen, wäre es wirklich total entspannt. Langsam fangen die beiden auch an ein bisschen miteinander zu spielen. Für einen kurzen Moment ist das unglaublich süß, dann ist meist einer unzufrieden mit dem was der andere macht.
    Liebe Grüße, Antonia

  3. Janina Filea

    18. Februar 2016 at 15:37

    Ja, ich denke schon, dass die eigene Lockerheit und Erfahrung einiges dazu beiträgt, dass die Zweiten so "easy" sind. Das überträgt sich sicherlich aufs Kind. Trotzdem wird ein gewisses Temperament ebenso eine Rolle spielen. Wir können einfach dankbar sein für unsere kleinen Mäuse 🙂

    Liebe Grüße zurück!

  4. Janina Filea

    18. Februar 2016 at 15:39

    Achja, die Krankheiten aus dem Kindergarten, ein leidiges Thema. Kennen wir auch nur zu gut! Leider.
    Die Große kann noch nicht sooo viel mit dem Kleinen anfangen. Manchmal belustigt sie ihn mit Grimassen oder streichelt ihm über den Kopf, wenn er unruhig wird, das ist echt super süß. Miteinander spielen kommt sicherlich immer mehr, je größer die Kids werden. Darauf freue ich mich schon.
    Liebe Grüße zurück!

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