Frau, Make-up, Persönliches, Produkte

Meine Geschichte // Die Rettung meiner Hautprobleme

*Dieser Beitrag ist keine Werbung, sondern meine ganz persönliche Geschichte und Erfahrung.

Wenn es etwas gibt, was eine Frau mittleren Alters nicht haben möchte, dann sind das Hautunreinheiten. Eigentlich steht Frau in der „Blüte ihres Lebens“, sie fühlt sich reif und erwachsen und kann sich selbst und ihren Körper immer mehr annehmen. Und dann sieht sie sich im Spiegel an und fühlt sich auf einmal wieder wie mitten in der Pubertät. Da sind sie auf einmal, die unschönen Pickel im Gesicht.

Mein Kampf gegen die Unreinheiten

Eigentlich hatte ich nie groß Probleme mit unreiner Haut. Ich hatte als Jugendliche vielleicht vereinzelt mal einen Pickel, aber nie in so hohem Ausmaß, dass ich mich deswegen unwohl fühlte. Doch mit den Schwangerschaften, Geburten und Hormonumstellungen meines Körpers, kamen immer mehr Unreinheiten ins Gesicht. Die meisten Pickel kamen bei mir auf den Wangen, der Stirn und dem Kinn. Ich konnte mich leider nie wirklich zurückhalten, was das Ausdrücken anging, weshalb ich mein ganzes Hautbild wesentlich verschlimmerte. Am meisten ärgerte mich, dass fast täglich neue dicke Unreinheiten auftraten.

Ich versuchte, meine Problematik mit verschiedensten Drogeriemarken in den Griff zu kriegen. Waschgel extra gegen die Unreinheiten, Gesichtswasser entsprechend, aber nichts schien mir zu helfen. Die Pickel kamen und kamen und es wurde nicht besser. Dann fing ich mich Anfang 2013 an vermehrt zu schminken, weil mir das Wissen darüber und das Anwenden des Gelernten unglaublich viel Spaß machte. Doch das viele Make-up hat meiner Haut nicht gut getan und alles hat sich nochmals verschlechtert. Die Wangenpartie wurde immer mehr zum Streuselkuchen und ich hatte langsam echt Probleme damit, ungeschminkt aus dem Haus zu gehen.

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Die Hochphase meiner unreinen Haut im Oktober 2016 mit vielen roten Pickeln, verstärkt durch mein Ausdrücken.

Der Weg zum Hautarzt ist ein Muss

Ein gescheiterter Versuch bei einer Hautärztin, die mich eine Minute lang anschaute und mir etwas mitgab, womit ich nicht umgehen konnte, warf mich in meinem Kampf gegen die Pickel weit nach hinten. Ich probierte es erneut selbst, fummelte viel zu viel im Gesicht herum und fand immer noch nicht die Produkte, die mir wirklich halfen. Doch im Herbst letzten Jahres fühlte ich mich so unwohl und hässlich, dass ich einen zweiten Anlauf nahm und zu einer anderen Ärztin ging. Diese brachte mir viel Verständnis entgegen, sie nahm sich Zeit und hat mir sehr viel Mut gemacht, dass wir „die Sache“ in den Griff kriegen würden.

Sie empfahl mir die Effaclar Produktlinie von La Roche Posay (erhältlich in der Apotheke oder beim Hautarzt). Diese Reihe ist für unreine Haut bestimmt, aber hat viel bessere Inhaltsstoffe, als die ganzen Produkte aus der Drogerie, die meine Haut eher angriffen, als zu heilen. Für die akute Behandlung gab sie mir außerdem Epiduo mit nach Hause, welches 2,5% Benzoylperoxid enthält. Diejenigen unter euch, die sich schon mit Unreinheiten auseinander gesetzt haben, wissen, dass dieser Stoff ein gutes Mittel gegen Pickel ist.

Die Behandlung gegen die Unreinheiten

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1 – Effaclar Reinigungsgel morgens und abends nach dem Abschminken zur Reinigung des Gesichts

2 – Morgens nach der Reinigung: Effaclar Duo (+) Unifiant, die getönte Tagescreme, die ebenfalls den Kampf gegen die Unreinheiten unterstützt und trotzdem abdeckt / Benötigt man kein Make-up kann man das Effaclar Duo (+) ohne Farbe nehmen, das wirkt wie eine normale Tagescreme.

3 – Abends nach der Reinigung: Epiduo in einer ganz dünnen Schicht über das ganze Gesicht geben. Vorsicht: Epiduo färbt ab, also nicht die allerschönste Bettwäsche verwenden.

Alternativ: Sollte sich die Haut zu sehr röten oder zu trocken sein hilft Effaclar H anstatt Epiduo als feuchtigkeitspflege Nachtcreme.

In den ersten Tagen der Behandlung mit Epiduo, merkte ich, wie trocken meine Haut wurde. Und ich meine so trocken, dass sich überall Hautschüppchen bildeten und ich nach dem Schminken fast schlimmer aussah, als ohne Make-up. Die Haut war extrem gespannt und tat sogar so sehr weh, dass ich meine Hautärztin fragen musste, ob das alles noch normal ist. Hätte ich diese Möglichkeit nicht gehabt (und das Angebot meiner Hautärztin, mich jederzeit bei ihr melden zu können!), hätte ich definitiv die Behandlung abgebrochen, so falsch und unnormal fühlte es sich an.

Trockene Haut durch Epiduo

Trockene Haut im November 2016 schon nach wenigen Tagen Epiduo

Meine Hautärztin versicherte mir dann, dass tatsächlich alles normal war. Wir fanden einen guten Kompromiss darin, dass ich das Epiduo nur auf die aktuellen Unreinheiten gab und nicht großflächig überall hin und dies dann mit dem Effaclar H abzuwechseln. Einen Tag Epiduo, einen Tag Effaclar H.

Es geht voran

So gewöhnte sich meine Haut ungefähr nach 10-14 Tagen allmählich an das Epiduo und ich merkte schnell die Verbesserung meiner Haut. Die großen, erhabenen Pickel wurden flach und weniger rot. Ich merkte auch, dass kaum neue Pickel dazu kamen. Die Haut spannte zwar immer noch und das Effaclar H war nicht wegzudenken, aber ich hatte eine gute Routine gefunden.

Und heute?

Fast ein halbes Jahr später, benutze ich immer noch dieselben Produkte in der Reihenfolge wie oben unter dem Foto beschrieben. Das Epiduo trage ich nur noch punktuell auf, wenn neue Pickel kommen und ansonsten verwende ich nach wie vor das Effaclar H als Nachtcreme. Mit dem Effaclar Duo Unifiant als Make-up komme ich sehr gut zurecht. Für den Alltag reicht die Deckkraft vollkommen aus und wenn ich an besonderen Anlässen mal deckenderes Make-up verwende, verzeiht mir meine Haut das auch. Es kommen selten neue Pickel und meist sind diese selbst von mir verursacht (ich kann manchmal die Finger einfach nicht aus meinem Gesicht lassen…).

Hautunreinheiten, Behandlung, Ergebnis

Ergebnis der Behandlung mit Epiduo nach sechs Monaten – ungeschminkt und kurz nach dem Reinigen (deswegen die Rötungen)

Natürlich habe ich noch die Narben aus der Vergangenheit in meinem Gesicht. Diese sind schon einigermaßen verblasst, ich verwende trotzdem noch Concealer, wenn ich sie komplett abdecken möchte. Aber ich fühle mich wesentlich wohler in meiner Haut und bin sehr froh darüber, dass ich durch die Hilfe meiner Hautärztin einen Weg gefunden habe, mit meiner unreinen Haut umzugehen.

Hautunreinheiten Ergebnis nach der Behandlung mit Epiduo

Ergebnis der Behandlung mit Epiduo nach sechs Monaten – einige Stunden, nachdem ich mich mit Effaclar Duo (+) Unifiant geschminkt habe

Meine Tipps bei Unreinheiten

Meine Geschichte und mein Weg zu weniger unreiner Haut ist natürlich ganz individuell. Generell würde ich aber sagen, dass der Gang zu einem guten Hautarzt, der sich Zeit für euch nimmt und euch begleitet, unumgänglich ist, wenn ihr etwas gegen die Unreinheiten tun wollt. Ob es nun genau die Produkte sein müssen, die ich euch gezeigt habe, sei dahin gestellt. Mir war es lediglich ein Anliegen, euch den Weg aufzuzeigen, der mir geholfen hat.

Zum Schluss möchte ich euch Mut machen: Nicht jeder hat eine einwandfreie Haut, wie es auf vielen Bildern den Anschein macht. Es braucht vielleicht etwas Zeit und Durchhaltevermögen, aber wenn ihr etwas gegen unreine Haut tun möchtet, dann wird es eine Lösung geben. Und selbst wenn nicht. Es zählt immer die eigene Meinung über sich selbst, nicht die vermeintliche Meinung der anderen über dich.

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6 Comments

  1. Stephi

    1. April 2017 at 21:37

    Danke für diesen Erfahrungsbericht. Ich habe im Moment auch ganz schön damit zu kämpfen und ärgere mich über meine mangelnde Diszipiln bzgl regelmäßiger Pflege. Da hast du mich nun echt motiviert! Lieben Dank.
    Und ich finde es toll, dass du diese echten Bilder veröffentlichst. Das macht Mut! Liebste Grüße Stephi

    1. Filea

      2. April 2017 at 11:25

      Vielen Dank Stephi für deine lieben Worte! Ja, ich habe auch lange gebraucht, um eine Routine zu finden, die ich auch wirklich jeden Tag anwende. Früher fand ich es allerdings anstrengender mit Gesichtswasser und Co. Das fällt ja jetzt weg. Ganz viel Erfolg bei dir und deinem Schweinehund 😉

  2. Sandra

    2. April 2017 at 17:52

    Liebe Janina,
    Ich finde es wirklich toll und mutig von Dir Dich so ehrlich zu präsentieren. Das Ganze macht deinen Blog authentisch und Dich sehr liebens- und lesenswert 😉 Auch ich leide extrem unter unreiner Haut bzw. Erwachsenen- oder auch Spätakne. Ich werde dieses Jahr 30 und habe vor ca. 2,5 Jahren die Pille abgesetzt. Seitdem ist mein Zyklus im … Eimer und meine Haut ist furchtbar unrein. Ich weiß man mag es nicht hören, aber Erwachsenenakne ist nicht gleich Akne. Es gibt unterschiedlich starke Ausprägungen. Wen es stört der soll es unrein nennen 😉

    Auch ich schreibe häufig über dieses Thema und versuche damit den Frust zu verarbeiten.
    Zudem will ich anderen Menschen Mut machen, denn die Blogger Welt ist schillernd schick. Manchmal vermisse ich ganz normale Menschen mit ganz normalen Problemen. Deshalb finde ich es super wichtig, dass Du eben auch einen solchen Post geschrieben hast.

    Die Effaclar Serie hat mir auch sehr geholfen. – https://creamandblush.com/effaclar/

    Du hast Recht die Rötungen verschwinden schneller. Jedoch muss ich auch sagen, dass kein Produkt zaubern kann. Mir hilft das regelmäßige Ausreinigen bei einer Kosmetikerin.
    Was das MakeUp angeht, so kann ich Dir das Mineral MakeUp von Youngblood oder bareminerals empfehlen ( https://creamandblush.com/mineral-make-up/ ) Es verstopft die Poren nicht und wirkt zusätzlich auch noch gegen Pickel 😉

    Ich finde Du siehst auch ohne Make Up toll aus, weil Du einfach eine sympathische Ausstrahlung hast, ich weiß aber auch wie man sich fühlt mit unreiner Haut… Da ist es egal, dass andere sagen… och geht doch oder du bist trotzdem hübsch…

    Ich will Dir nur sagen: Du bist nicht allein! 😉

    Ganz liebe Grüße, Sandra

    1. Filea

      7. April 2017 at 19:29

      Liebe Sandra,
      ich bin wirklich berührt von deinen Worten! Tausend Dank dafür! Solche Kommentare motivieren mich, mit dem weiterzumachen, was ich in mir fühle. Und das ist manchmal gar nicht so einfach 😉 Aber toll, dass du auch keine dieser Glitzerwelten vorlebst, sondern authentisch bist! Mehr davon 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Janina

  3. Jule

    10. Januar 2018 at 15:12

    Hallo erstmal danke für den Bericht ! Ich habe dieselben Produkte von meiner Hautärztin bekommen und wollte fragen wie du dich abschminkst ? Des ich versuche mich nur mit dem la Roche possay schminksachen zu schminken aber leider schaffe ich es oft nicht und benutze nach doch noch einen conciler aus der Drogerie. Gerade Schminke ich nicht mit dem effaced waschgel ab aber ich weis nicht ob, dass gut ist.

    1. Filea

      12. Januar 2018 at 10:48

      Hallo du! Vielen Dank für deine Worte! Ich schminke mich abends erst einmal mit einem Abschminktuch von Balea ab, um schon mal die erste Schicht runterzubekommen. Und den Rest mache ich dann mit dem Effaclar Waschgel, mit dem ich mich auch morgens wasche. Das geht damit prima ab. Außer natürlich die Wimperntusche, die muss ich mit dem Make-up Entferner von Maybelline abschminken. Liebe Grüße!

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