Beziehung, Frau, Persönliches

Bye bye Trennungsgedanken // Wie ein Eheseminar meine Ehe gerettet hat

Einige von euch haben es auf Instagram bereits mitbekommen: Ich war vergangenes Wochenende mit meinem Mann auf einem Eheseminar. Ja, richtig gelesen. EHESEMINAR. Das muss ja bedeuten, dass wir in unserer Beziehung große Probleme gehabt haben! Und ja, so war es auch. Zwischen den Zeilen konnte man es hier und da erahnen. Aber vor allem, als ich euch in den Stories erzählte, dass meine Niedergeschlagenheit in den letzten Monaten zum großen Teil mit meiner Ehe zusammenhing und wir deswegen etwas dagegen tun möchten, kam riesiges Feedback von euch. Scheinbar geht es nicht nur mir und meinem Mann so, dass die Beziehungen und Ehen teilweise vor einem großen Scherbenhaufen stehen. Aber es ist wie sooft: Es wird nicht darüber gesprochen.

Das möchte ich hiermit ändern und erzähle euch, wie es dazu kam, dass wir zu einem Eheseminar fahren „mussten“ und wie das unsere Ehe am Ende tatsächlich retten konnte.

Die Trennung war ausgesprochen

Mein Mann und ich sind mittlerweile 11 Jahre verheiratet und 13 Jahre in einer Beziehung. Das heißt, ich war 18 Jahre alt und hatte eine lange Beziehung hinter mir, als ich ihn kennenlernte. Ich war ein unglaublich unsicheres Mädchen – was man nach außen hin aber gar nicht sehen konnte – und froh, dass mich jemand mochte. Er war vom Typ her ein ruhiger, schüchterner, in sich gekehrter Mensch, mit einem total dienendem Herzen. Anfangs fand ich es toll, dass er mir nie Kontra gegeben und alles getan hat, was ich wollte. Aber mit den Jahren wollte ich nicht alles allein entscheiden. Wo war der starke Mann an meiner Seite, den ich mir wünschte? Die kleinen Aufmerksamkeiten und Überraschungen, nach denen ich mich sehnte, blieben aus.

Die Jahre vergingen. Ich führte ein sehr angepasstes Leben, hinterfragte nichts und so war es klar, dass man nach einigen Jahren Ehe auch Kinder wollte. Mit der Zeit veränderten wir uns beide. Ich lernte allmählich auf mein Innerstes zu hören und nicht auf andere. Ich lernte, mich so zu lieben und anzunehmen, wie ich bin. Er wurde innerhalb kürzester Zeit zum Veganer, änderte seinen Lebensstil von null auf hundert und drehte seine Ansichten um 180 Grad. Damit hatte ich schwer zu kämpfen. Ich hatte das Gefühl, wir würden uns zwar entwickeln, aber voneinander weg, anstatt in eine gemeinsame Richtung. Er wünschte sich, ich würde auf seinen Weg mitkommen. Ich fragte mich, ob er noch der richtige Mann für mein neues Selbst ist.

Inmitten aller Müdigkeit und Stimmungsschwankungen (an dieser Stelle einmal Danke an meinen Zyklus… nicht) und doch noch zu starker Unzufriedenheit mit mir und meinem Leben, sprach ich die Trennung aus. Ich wollte mich befreien, ich wollte, dass er geht. Vollkommen getroffen, fing er nach einigem Zögern an, Wohnungen zu suchen. Am darauffolgenden Abend war ich abends allein und mir wurde schlagartig bewusst, dass es so für immer sein würde. Ich allein. Ich würde meinen besten Freund verlieren, meinen Ehemann. Und ich fing so doll an zu weinen, wie schon lange nicht mehr, überwältigt von allen Gefühlen, die eine Frau fühlen kann. Ich war total zerrissen und verwirrt.

„Ich kann nicht mit ihm reden!“

Ein paar Tage später, in einer entspannteren Phase meines Zyklusses, nahm ich die Trennung erst einmal zurück. Ich wollte und konnte nicht ohne ihn. Trotzdem war klar, es muss sich etwas ändern. Wir müssen an uns arbeiten, wieder mehr zueinander finden. Doch wie sollen wir das machen? Wir sind beide ganz schlecht im Kommunizieren, immer schon. Unsere Eltern haben es uns leider nicht beigebracht, wie man seine Gefühle ausdrückt und eine Diskussion führt, die auch zielführend ist und den anderen nicht verletzt. Sooft habe ich über meinen Mann erzählt: „Ich kann mit ihm einfach nicht reden!“. Mir wurde schon des Öfteren geraten, eine Paarberatung aufzusuchen und ich hatte sogar schon vier Adressen empfohlen bekommen. Aber es scheiterte an Zeit und an Geld. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das aber eine billige Ausrede. Es ist nur eine Frage der Prioritäten.

Letzte Chance: Ein Eheseminar

Nur weil ich die Trennung erst einmal zurückgenommen hatte, hieß das noch lange nicht, dass nun alles rosig bei uns lief. Immer wieder führten wir dieselben unsinnigen Diskussionen um dieselben Themen. Ich fühlte mich wie im Hamsterrad ohne Sinn und Aussicht auf Besserung. Dann bekam ich die Empfehlung für ein Eheseminar, das von Freitag bis Sonntag stattfinden sollte und mit Unterkunft und Verpflegung sehr günstig war. Unser Glück: Es fand sogar in der Nähe von unserer Verwandtschaft statt, so dass wir unsere Kinder dort wohlwissend, dass wir nicht weit weg sind, unterbringen konnten.

Das Wochenende war so intensiv, emotional, voller wertvoller Impulse und Erinnerungen, dass es schlichtweg den Rahmen eines Blogbeitrags sprengen würde. Es ging um einen selbst und natürlich um sich als Paar. Und zwar mit Hilfe von Liebesbriefen. Was? Liebesbriefe? Sind die nicht out? Nein. Nach jedem Vortrag eines der Ehepaare, die über ihre eigenen Probleme erzählten, haben wir Fragen an die Hand bekommen, die wir getrennt voneinander schriftlich beantworten sollten. Anschließend konnten wir ganz in Ruhe auf unserem Zimmer die geschriebenen Briefe austauschen und darüber sprechen. Die Art und Weise erst einmal alles aufzuschreiben und erst hinterher darüber ins Gespräch zu kommen, hat uns extrem geholfen! Man ist viel offener, spricht bzw. schreibt in dem Fall, leichter über seine Gefühle und erzählt Dinge, die man im direkten Gespräch gar nicht erst angesprochen hätte. Und glaubt mir, bei jedem gibt es da etwas, was ganz tief schlummert.

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Liebe ist eine Entscheidung

Wir haben im Laufe des Wochenendes über die Dinge gesprochen, die wir beim anderen mögen, wieso wir gerade mit ihm oder ihr weiterleben möchten, aber auch über die schwierigen Bereiche in der Beziehung. Immer in Bezug darauf, wie wir uns dabei und damit fühlen. Aber bei allen Gefühlen ist uns vor allem klar geworden, dass Liebe eine Entscheidung ist. Es gibt in einer Ehe drei Phasen. Erst kommt das Verliebtsein, die Schmetterlinge im Bauch. Dann kommt die Phase der Enttäuschung und Desillusionierung, in der wir gerade stecken. Es ist nicht alles Gold was glänzt, jeder hat Stärken, aber eben auch Schwächen und mit denen muss man irgendwie umgehen. Aber dann gibt es auch die Phase der Freude. Diese Phase meint die schönen Momente im Alltag, wenn man zusammen spazieren geht oder man am Wochenende gemeinsam frühstückt.  Schön wäre es natürlich, wenn man in einer Ehe ständig in der Phase der Freude wäre. Aber das ist unrealistisch. Man muss an seiner Ehe arbeiten. Tut man das nicht, ist die Trennung vorprogrammiert.

Ich dachte lange Zeit, wenn ich einen anderen Mann an meiner Seite hätte, der die gleichen Interessen hat wie ich, der mich bei der Hand nimmt und mir zeigt, wo es langgeht, DANN werde ich glücklich. Aber das ist ein Trugschluss. Denn ein Mann kann dich nicht glücklich machen. Du bist es selbst. Und wenn du gläubig bist, dann kann Gott die Leere in dir ausfüllen. Kein Mensch. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was es wirklich heißt, dass Liebe eine Entscheidung ist. Aber es steckt so viel Wahrheit darin.

Wie kann Ehe gelingen?

Wie gerne würde ich euch jetzt die Zauberformel präsentieren, mit der ihr eure Ehe wieder in den Griff bekommen könnt. Aber lasst mich eines sagen. In einer Ehe stecken zwei Egoisten, du und ein Partner. Es ist also kein Wunder, dass nicht alles rund läuft. Mach dir bewusst, dass Ehe wie ein Auto ist. Es muss ab und zu in die Werkstatt. Es muss gewartet und gepflegt werden. Dazu gibt es Paarberatungen und Eheseminare. Leider liegt auf solchen Beratungen immer noch ein kleiner Fluch. „So schlimm ist es dann doch nicht“, denken viele leider viel zu schnell. Was ist schon dabei, sich Hilfe zu holen? Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Hab den Mut. Kämpft für eure Ehe.

Ich möchte euch den Tipp mit den Liebesbriefen ans Herz legen. Probiert es aus. Wenn eure Männer euch nicht verlieren möchten, dann machen sie mit und entdecken hoffentlich den Schatz, den ihr dadurch erhaltet. Redet über eure Gefühle. Eine zweite wichtige Sache ist die gemeinsame Zeit. Wir werden uns jetzt ganz regelmäßig einmal die Woche einen Abend nur für uns nehmen. An diesem Abend wollen wir uns dann diese Liebesbriefe schreiben. Übrigens: Gefühle sind weder richtig noch falsch! Bewertet den anderen nicht. Versucht euch so gut es geht, in den anderen hineinzuversetzen. Fragt nach, wie er das genau gemeint hat und ob er seine Gefühle näher beschreiben kann. Schreibt euch, was ihr aneinander schätzt.

Von verheirateten Singles zu einer Einheit

Unser Eheseminar war unsere Rettung. Natürlich haben wir trotzdem noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber wir gehen den Weg gemeinsam, Hand in Hand. Vielleicht sogar noch mit Hilfe einer Paarberatung, wenn die Finanzen es endlich zulassen. Aber das wird sich zeigen.

Ich wünsche euch Paaren da draußen, die vielleicht Probleme haben: Gebt nicht auf! Kämpft für eure Ehe. Zu viele Ehen werden geschieden, weil man denkt, das Glück ist beim nächsten Mann oder bei einer anderen Frau. Das mag vielleicht auch so sein, aber hat man nicht gekämpft, hat man auch nicht gewonnen. Und traut euch, euch Hilfe zu suchen. Ich hoffe sehr, dass ich meinen Beitrag mit diesem Artikel leisten konnte, zu zeigen, dass eine Ehe durch Phasen der Enttäuschungen gehen wird, aber dass das noch lange kein Grund ist, um aufzugeben.

20 Comments

  1. Alu

    14. März 2018 at 12:42

    Das ist ein sehr mutiger Schritt. Ich wünsche euch alles Liebe.

    1. Filea

      14. März 2018 at 19:28

      Vielen Dank liebe Alu :-*

  2. Melanie

    14. März 2018 at 13:00

    Ach wie schön!
    Ich bin auch der Meinung, dass es sich immer erst mal lohnt an sich und seiner Beziehung zu arbeiten.
    Mein Mann und ich hatten kurz nach der Eheschließung Probleme. Wir haben einen langen Weg gehabt, aber nun ist es eine wirklich wunderschöne und harmonische Beziehung.

    Ganz liebe Grüße Melanie

    1. Filea

      14. März 2018 at 19:29

      Ja, man muss vor allem dran bleiben und immer wieder an der Ehe arbeiten. Und natürlich an sich selbst 😉 Ganz liebe Grüße an dich zurück!

  3. Azon-Profi

    15. März 2018 at 08:24

    Das ist ja wohl auch besser so. Für Dich.
    Andernfalls wärst Du als alleinerziehende Mutter rasch in HARTZ 4 gelandet.

  4. Claudia

    15. März 2018 at 10:50

    Lieben Dank für deine Offenheit! Du sprichst mir so aus der Seele. Deine Worte könnten meine sein. Seit nun mehr als zwei Jahren ist es bei uns so, dass wir aneinander vorbeireden, streiten, endlose Diskussionen führen. Ich habe das Gefühl, wir sprechen nicht mehr die gleiche Sprache und laufen nicht den gleichen Weg. Es raubt einem so viel Energie. Und dann sind da noch zwei kleine Kinder. Für mich ist es gerade eine der heftigsten Phasen in meinem Leben. Und ich hatte schon einige heftige Phasen. Aber mit Kindern verändert sich alles. Und wie Du geschrieben hast, auch sich selbst. Ich habe mich so stark verändert seit unser zweites Kind geboren ist. Bin mehr bei mir angekommen, weiss was ich möchte und dann schaue ich ihn an und wir sind so nicht mehr auf der gleichen Welle. Und das kann ganz schön irritieren und alles durcheinander wirbeln. Ich hoffe ganz fest, dass wir auch einen Weg finden werden. Danke Janina, dass Du immer so gute Beiträge schreibst, so offen ohne das Rosa und der Himmel voller Geigen. Sondern direkt aus dem Leben.

    Ich wünsche euch ganz viel Kraft für diesen Weg und viel Liebe und Respekt. Und freue mich für euch, habt ihr einen ersten Schritt machen können. Gemeinsam.

    Liebe Grüsse
    Claudia

    1. Filea

      23. März 2018 at 09:07

      Liebe Claudia,
      ich glaube tatsächlich, dass es ganz vielen Paaren so geht. Wenn man so viele Jahre gemeinsam lebt, dann ist es ganz logisch, dass man sich verändert. Nicht immer entwickelt man sich in dieselbe Richtung. Die Frage ist: Will ich investieren, kämpfen und gemeinsam weitermachen oder denke ich, dass es mit einem anderen besser wäre? Und meine aktuelle Vermutung ist, dass ein anderer genau dieselben Probleme nach Jahren von Zusammensein mit sich bringen würde. Wir sind nun mal alle unterschiedlich. Ehe ist Arbeit. Beziehung ist Arbeit. Das muss man sich immer vor Augen halten und dranbleiben. Das ist ganz wichtig. Wir merken jetzt auch wieder, fast zwei Wochen nach dem Seminar, dass wir uns wieder an die Nase fassen und uns hinsetzen müssen. Ich wünsche euch alles Gute und dass ihr einen gemeinsamen Weg findet! Ganz liebe Grüße zurück, Janina

  5. Jil

    15. März 2018 at 13:04

    Es ist so gut, dass du aussprichst, was andere nicht tun! Ich selber habe Gestern überlegt, genau über dieses Thema zu bloggen. Es ist unglaublich wichtig darüber zu sprechen, weil es keiner tut und doch irgendwie viele erleben. Wunderbar, dass ihr es noch einmal miteinander versucht und an euch und eurer Beziehung zueinander bereit seid zu arbeiten. Ich wünsche euch alles Gute!

    1. Filea

      23. März 2018 at 09:08

      Liebe Jil,
      bitte blogge doch darüber! Ich finde, solche Themen sollten viel häufiger angesprochen werden und ein Bewusstsein geschaffen werden. Liebe Grüße, Janina

  6. Stine

    16. März 2018 at 00:07

    Unsere Eheberatung hat uns endlich gezeigt, dass wir nicht zusammen gehören. Im April sind mein Mann und ich, ein Jahr getrennt. Und wir sind beide jetzt glücklich. Die Kinder sind froh, dass wir nicht mehr streiten und genießen unsere Ruhe. Ich bereue es keinen Augenblick, dass wir uns getrennt haben. Für Euch beide wünsche ich viel Liebe und Kraft. Alles Gute Stine

    1. Filea

      23. März 2018 at 09:09

      Auch das kann passieren, natürlich! Aber dann habt ihr es wenigstens versucht und seid zur Eheberatung gegangen. Den Schritt machen ja die wenigsten. Ich wünsche dir alles Gute und freue mich für dich, dass du jetzt glücklich bist. Alles Liebe! Janina

  7. Freitagslieblinge am 16. März  - x-mal anders seinx-mal anders sein

    16. März 2018 at 07:55

    […] habe über das Eheseminar bei Filea gelesen und eine Schwangerschaft in Zahlen bei […]

  8. Miriam

    16. März 2018 at 08:53

    Es ist wirklich super interessant zu lesen, wie endlich mehr und mehr diese Themen kommuniziert werden. Ich für meinen Teil bin 24 Jahre und seit ich 18 bin mit meinem Freund zusammen – aber noch nicht verheiratet. Letzten September standen auch wir vor der Frage: Weitermachen, oder aufhören? Und auch uns hat ein Wochenendseminar „gerettet“. Was wir besonders mitnehmen durften, waren die Gesprächsregeln. Kurz erklärt funktionieren die so: Einer ist der Sprecher, der andere der Zuhörer. Der Sprecher darf so lange reden, wie er es für nötig hält und bis er alles gesagt hat, was ihm wichtig ist. Der Zuhörer muss alle 2-3 Sätzen genau wiederholen, was der Sprecher gesagt hat. (Das klingt SO dämlich, ist aber SO hilfreich!!) Damit wird sichergestellt, dass die Botschaft auch richtig ankommt, denn der Sprecher kann korrigieren, sollte dem nicht so sein. Allerdings darf der Zuhörer nicht antworten, nur wiederholen oder Fragen stellen („Wie fühlst du dich dabei?“ zB). Danach werden die Rollen gewechselt. Es dauert eine Weile bis man sich an diesen Rhythmus gewöhnt aber für uns war es so eine schöne Erfahrung, das Gefühl zu haben der andere hört einem wirklich zu und versteht auch, was man sagen will.

    Wir üben nach wie vor fleißig und sind auch noch lange nicht perfekt, aber dieses „Werkzeug“ ist für uns unendlich wichtig geworden. Und dafür ist es NIE zu früh. 🙂

    1. Filea

      23. März 2018 at 09:13

      Liebe Miriam, danke für deine Worte und deine wertvollen Tipps! Ich meine, die Methode, die du beschreibst, nennt sich aktives Zuhören. Das Wiederholen der Sätze zum besseren Verständnis haben wir auch schon einmal versucht, aber sind gescheitert. Dabei ist es so wichtig, weil man wirklich so schnell aneinander vorbeiredet. Für die Leser wird das aber bestimmt eine Hilfe sein, also vielen Dank dir! Ich wünsche euch, dass ihr immer wieder an euch arbeiten könnt und einen gemeinsamen Weg für euch erarbeitet. Alles Liebe! Janina

  9. Naddel

    22. März 2018 at 20:21

    Toller Beitrag, ich könnte mich sofort hineinversetzen. Wir sind 12 Jahre verheiratet und haben 2 Kinder. Gefühlt bin ich mittlerweile viel weiter als mein Mann, er hat sich in dieser Zeit einfach nicht weiterentwickelt. Noch dazu ist er sehr launisch, was ich überhaupt nicht bin. Ich liebe das Leben… Er irgendwie hat nur negative Gedanken… Für mich ist es eine schwierige Zeit. Die Frage ist, stelle ich mir das Leben bis zur Rente und weiter so vor?

    1. Filea

      23. März 2018 at 09:17

      Liebe Naddel, erst einmal danke ich dir für deine Offenheit. Ich glaube, Paare, die so lange zusammen sind, haben es sehr schwer. Jeder entwickelt sich unterschiedlich und man muss sich eigentlich jeden Tag neu füreinander entscheiden. Deswegen auch im Beitrag die Zwischenüberschrift „Liebe ist eine Entscheidung“. Die Frühlingsgefühle und Schmetterlinge gibt es in JEDER Partnerschaft nur am Anfang. Danach muss man kämpfen, investieren, zusammenhalten, dranbleiben. Ich möchte dich ermutigen, euch Beratung zu suchen, wenn dein Mann mitmacht. Das ist kein Zeichen der Schwäche. Aber so könnt ihr auf neutralem Boden herausfinden, wie und ob ihr gemeinsam weitermachen könnt. Bleib dran! Alles Gute euch, Janina

  10. Liebling, ich Blogge - jetzt

    13. April 2018 at 17:50

    Wir machen nun auch schon seit einem Jahr eine Paarberatung.
    finde ich nicht schlimm, sondern nach wie vor sehr gut.
    Schaut doch mal bei dem Angebot eurer Kirche, die geben Familien mit Kindern immer vorrang und es kostet nichts. Man kann spenden, wenn man möchte, aber es muss nicht sein und die sind gut. wirklich!

    1. Filea

      13. April 2018 at 19:58

      Ich muss da wirklich mal schauen. Ist wie immer eine Prioritätenfrage. Aber ich freu mich, dass es euch hilft!!

  11. Joanna MAria

    3. Mai 2018 at 23:33

    Ein sehr mutiger und einfühlsamer Post! Alle Achtung! Mein Mann und ich sind jetzt auch in der Ehebaratung…es krieselt bei uns bereits seit über 14 Jahren. Abers erst jetzt nach fünf Kindern, als ich anfing seine Reaktionen (bis auf die Seitensprünge) zu spiegeln und es aufgab an der Ehe als solcher festzuhalten hat sich mein Mann entschlossen mit mir zur Ehebaratung zu gehen. Mal sehen wohin die Reise geht…ich gehöre zu den Menschen die nicht so gerne aufgeben. Andererseits habe ich festgestellt, dass Festhalten an etwas, was einen nicht glücklich macht, auch keine Option ist. Ich habe mir für uns eine einjährige Frist gesetzt um eine Entscheidung zu fällen. Das eine Jahr fällt bei den 14 nicht sonderlich ins Gewicht. Vor allem, da eine Entscheidung nicht nur mich und meinen Mann sondern auch die Kinder betrifft…. Ich muss gestehen, die wöchentlichen „Caffebesuche“ die ich noch vor Beginn der Eheberatung eingeführt habe… finde ich bislang nachhaltiger als die zwei Sitzungen die wir bislang hatten….Wie schon gesagt, mal sehen wohin die Reise geht.
    Alles Liebe
    Joanna Maria

    1. Filea

      4. Mai 2018 at 10:24

      Hallo liebe Joanna,
      erst mal vielen Dank für deine Offenheit! Ich finde, man sollte eine Ehe nie leichtfertig wegwerfen und daran arbeiten. Deswegen macht ihr sicherlich genau das richtige, wenn ihr jetzt zur Beratung geht. Aber ich sehe es wie du: Langfristig gesehen ist die Frage, wie du glücklich wirst. Die Kinder werden es dir nicht danken, wenn du unglücklich bleibst, nur für sie. Aber das ist immer eine sehr individuelle Entscheidung und kann dir leider niemand abnehmen. Ich wünsche dir viel Weisheit und alles Liebe!
      Janina

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