Frau, Persönliches

Wer bist du wirklich? // Der Weg zu dir selbst

Lange, lange bin ich um diesen Beitrag herumgeschlichen. Anfang des Jahres habe ich euch mitgenommen auf die Reise hin zur eigenen Veränderung und seitdem kam diesbezüglich nichts mehr. Das lag schlichtweg daran, dass ich mich selber noch auf dem Weg befinde und mich frage, ob ich denn überhaupt darüber schreiben kann, wer man wirklich ist, wenn ich es selber noch gar nicht zu 100% herausgefunden habe. Aber wird man das jemals?

Stolpersteine auf dem Weg zu sich selbst

Zuerst möchte ich darauf eingehen, dass es gar nicht so einfach ist, „zu sich selbst“ zu finden. Was meine ich damit? Zu wissen, wer man wirklich ist, wenn alle Masken abgenommen sind, das erfordert einiges. Es erfordert Mut, alle Hüllen fallen zu lassen. Es erfordert Ehrlichkeit und einen selbstkritischen Blick. Aber, was vielleicht noch viel schwieriger ist: Man muss auch Gutes an sich finden und über sich sagen können! In der heutigen Gesellschaft möchte man die Menschen möglichst klein halten. Damit sie keine eigene Meinung entwickeln und womöglich einen Aufstand anzetteln. Also schafft man ganz viel unnützes Zeug, womit sich die Menschen viel einfacher beschäftigen können, anstatt mit sich selbst. Der Fernseher, Computerspiele, die Arbeit… um nur einige wenige Punkte zu nennen.

Nicht nur die Medien, auch deine Mitmenschen erschaffen ein Bild von dir, wie sie dich gerne hätten. Die Kunst besteht nun darin, einmal gegenüber zu stellen, ob das Selbstbild mit dem Fremdbild übereinstimmt. Wer bist du eigentlich wirklich? Und wie bekommst du das heraus?

Selbstbild vs Fremdbild Der Weg zu dir selbst

Fotos by jennysarah

Dein Weg zu dir selbst

Ich frage dich also ganz direkt: Wer bist du wirklich? Was sind deine Überzeugungen? Kennst du deine Werte? Was magst du und was kannst du gar nicht leiden? Welche Dinge kannst du gut und worin bist du eine richtige Niete? Wenn du auf all diese Fragen keine richtige Antwort finden kannst oder du dir unsicher bist, dann kann ich dir folgendes empfehlen:

  • Erstelle ein Kompetenzdiagramm: Schreibe alles das auf, was du gut kannst und unterscheide dabei zwischen angeborenen und erlernten Fähigkeiten. Bist du beispielsweise musikalisch? Dann ist das angeboren. Bist du gut im Umgang mit dem Computer? Dann ist das erlernt. All das kannst du auf den beruflichen Kontext anwenden (Organisation, Leitung etc.) aber auch auf den persönlichen (Kreativ, Gesang, guter Zuhörer). Du kannst mit verschiedenen Farben arbeiten, um es für dich zu sortieren. Mit Hilfe so eines Diagramms bekommst du eine gute Übersicht über deine Fähigkeiten und weißt, was du kannst und was nicht.
  • Mache Tests! Wenn du dir unsicher bist, welcher Typ du bist und welche Persönlichkeit am ehesten zu dir passt, dann sind Persönlichkeitstests das Richtige für dich. Ich habe damals in der Uni einen Test gemacht über die „Big Five“, um mehr über meine Persönlichkeit herauszufinden. Es gibt aber auch gute Bücher mit integrierten Tests, um zum Beispiel seine Stärken* herauszufinden oder sein eigenes Temperament*.
  • Nimm dir Zeit. Du kannst dich nur mit dir selbst beschäftigen, wenn du fernab sämtlicher äußerer Reize bist. Und ich kenne das selbst. Diese Momente werden immer seltener. Eine gute Art und Weise wieder zu sich selbst zurückzukommen, ist Meditation. Da ich das bisher aber noch zu wenig gemacht habe, kann ich nicht mehr dazu sagen. Nur ein Tipp von mir: Probiere es aus. Die App „Headspace“ macht es dir ganz einfach.

Mich würde wirklich sehr interessieren, ob du deinen Weg schon gefunden hast oder ob du noch im Dunkeln tappst, wenn es darum geht, wer du hinter der Fassade wirklich bist. Und wenn du schon weißt, wer du bist, dann lass mich doch auch das wissen! Wer bist du? Ich freue mich über jeden Austausch mit euch.

Der Weg zu mir selbst Wer bin ich

Fotos by jennysarah

Zum Schluss noch eine persönliche Note

Ich fänd so einen Artikel nicht ganz rund, wenn ich nicht auch kurz über meinen eigenen Weg sprechen würde. Viele Menschen haben ein bestimmtes Bild von mir. Ich wirke meistens selbstbewusst und stark. Innerlich bin ich aber oft unsicher und zerrissen. Als ich angefangen habe, über mich nachzudenken, habe ich Dinge gefunden, die ich tatsächlich gut kann. Ich habe zum Beispiel kein Problem damit, vor einer großen Menschenmenge zu sprechen. Im Gegenteil, ich mache das sogar gerne. Ich schreibe gerne Texte und verschiedene Anfragen, die ich durch meinen Blog erhalten habe, zeigen mir, dass es so schlecht nicht sein kann.

Aufzuschreiben, was ich kann und herauszufinden, welcher Typ ich bin, hat mir geholfen, mich anzunehmen. „Ich bin eben melancholisch und nicht immer so gut drauf wie ein initiativer Mensch“. Oder „Ich kann vielleicht nicht singen, aber dafür vor anderen Menschen sprechen“. Es ist okay, so zu sein, wie man eben ist. Übrigens gehört auch dazu, den eigenen Körper anzunehmen. Und wenn man dann ganz am Ende feststellt, dass man durch seine Prägung heraus gar nicht so ist, wie man sein möchte, dann kann man auch das angehen. Aber darüber dann mehr beim nächsten Mal.

*Dies ist ein Affiliate Link. Wenn du über diesen Link einkaufst, verdiene ich ein paar Cent dazu. Dies beeinflusst aber nicht meine Meinung oder euren Preis. 

3 Comments

  1. Jule

    6. April 2018 at 12:46

    Was für ein schöner Beitrag mal wieder. Den teile ich die Tage auch gerne. Ich finde es toll, wie Du mit mir umgehst. Ich muss ja sagen: Ich mag nicht alles an mir, aber grundsätzlich habe ich ein ziemlich gutes Verhältnis zu mir und finde mich sehr super, wie ich bin. Klingt total überheblich, ist aber gar nicht so gemeint. Ich weiß einfach, was ich gut kann. Meine Schwächen kenne ich natürlich auch! Keine Sorge. Mich würde es daher nicht reizen, mich tiefgehend damit zu beschäftigen, wer ich bin und was ich kann. Noch nicht! Ich könnte mir gut vorstellen, dass das in ein paar Jahren doch noch kommt. Danke Dir für deine Einblicke! <du bist super wie Du bist!

  2. Liebling, ich Blogge - jetzt

    13. April 2018 at 17:46

    Ich finde Du wirst immer schöner, meine Liebe!

    1. Filea

      13. April 2018 at 19:58

      Wow, vielen Dank für das tolle Kommentar! :-*

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