Frau, Persönliches

Manchmal wird am Ende alles gut

Ich teile viele persönliche, frustrierende und deprimierende Momente mit euch. Ich bin offen und ehrlich, wenn es mir nicht gut geht. Nicht, um Mitleid zu erhalten, sondern um zu zeigen, dass die Welt nicht immer so rosarot ist, wie sie von vielen dargestellt wird. Letztlich tragen die meisten Frauen dieser Welt Kleidergröße 42, viele Menschen sind verschuldet und haben keine Hochglanzküche Zuhause. Indem ich zeige, wie „normal“ es bei uns ist, möchte ich andere ermutigen. Aber die Essenz von allem bleibt am Ende trotzdem eher negativ.

Dass es auch positiv ausgehen kann, durfte ich gerade erleben. Und auch das gehört zum Leben dazu. Zu meinem Leben dazu. Deswegen möchte ich auch das mit euch teilen.

Es hat alles einen Sinn gehabt

Vor zwei Monaten habe ich euch davon berichtet, dass uns wegen Eigenbedarf die Wohnung gekündigt wurde. Im ersten Moment war es ein riesiger Schock für mich. Ich hatte nicht daran geglaubt, dass dieser Berg, der sich auf einmal vor uns aufgetan hat, erklommen werden kann. Die ersten Wohnungsbesichtigungen waren auch sehr ernüchternd. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Heute haben wir den Mietvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben. Es wartet noch viel Arbeit an Renovierung auf uns, aber wenn das fertig ist, ist es eine richtig tolle Wohnung. Sie hat ein Zimmer mehr, einen riesigen Garten mit Obstbäumen, ganz viel Platz und eine geniale Lage. Außer uns befindet sich in dem Haus nur noch ein kleiner Laden, der nicht so häufig geöffnet und eine nette Mieterin hat. Das bedeutet, dass wir dann eine viel bessere Wohnung haben werden, als jetzt. Es hat also alles einen Sinn gehabt.

Am Ende wird alles gut

Öfter mal Vertrauen haben

Leider, leider bin ich ein sehr pessimistischer Mensch. Bzw. ich habe eine negative Einstellung. Das macht mir vieles kaputt und ich habe leider noch nicht den Weg für mich gefunden, wie ich positiver denken kann. 32 Jahre zu denken, dass die Tasse eben halb leer ist, kann man nicht so einfach umprogrammieren. Aber ich merke an der Situation mit der Wohnung, dass es nichts bringt, wenn man sich den Kopf zerbricht und alles schwarz malt. Manchmal wird am Ende eben alles gut. Man sollte viel öfter mehr Vertrauen in das Gute im Leben haben.

Ich bin einfach nur dankbar

Ich weiß, dass es Situation im Leben gibt, die sind richtig Mist. Da helfen einem kein „Hab doch einfach mal Vertrauen“ oder „Das wird schon werden“. Ich kenne diese Zeiten nur zu gut. Gerade deswegen bin ich so dankbar, dass diese Phase meines Lebens so ein gutes Ende nimmt. Ich hatte Glück oder ich wurde gesegnet. Und ich wünschte, ich könnte etwas davon abgeben für die Menschen, die auch gerade schwere Zeiten durchmachen. Aber: Manchmal wird am Ende alles gut. Glaubt daran. Ich wünsche es euch.

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